Intensivkurs "Juristische Fachterminologie - Einführung in das deutsche Recht"
Intensivkurs mit insgesamt 100 Stunden.
Kurssprache: Deutsch
Gute Kenntnisse in der deutschen Sprache sind erforderlich.
Teilnehmerzahl: ca. 15
6 ECTS / 4 credit hours
Ausgangspunkt
Europa wächst zusammen; die Welt wird zunehmend als ein vernetztes "globales" System wahrgenommen, erlebt und gestaltet.
Anders, als viele Experten noch vor wenigen Jahren prognostiziert hatten, bedeutet diese europäische und globale Entwicklung indessen nicht das Ende der nationalen Kulturen. Vielmehr findet die Vernetzung durch europäisch und global orientierte Wirtschafts- und Verwaltungsstrukturen statt, die in dem jeweils relevanten Sprach-, Kultur- und Wirtschaftsraum in der Sprache und in den örtlichen Strukturen agieren.

Für die Rechtspraxis bedeutet dies, dass, anders als teilweise prognostiziert, die durchweg national geprägten Rechtskulturen überleben, und dass eine europäische Rechtsangleichung in weiten Bereichen des praktischen Wirtschaftens, des praktischen Verwaltens nur einen Teil des "juristischen Alltagslebens" prägt.
Diese "Renaissance" der nationalen Rechtskulturen bedeutet, dass sowohl unter berufspraktischen, vor allem aber auch unter rechtswissenschaftlichen Gesichtspunkten die jeweiligen nationalen Rechtskulturen eine dauerhafte Bedeutung in doppelter Hinsicht behalten:
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Zum einen für globales Handeln vor Ort, d.h. zum Beispiel für britische, skandinavische, asiatische, amerikanische Manager, die in Deutschland in "ihren" Unternehmen tätig sind.
Bekannt sind etwa die praktischen Probleme, die sich aus der Entwicklung des Arbeitsrechts im weitesten Sinne für "globale" ausländische Unternehmensleitungen in Deutschland ergeben. Diese Feststellung ist selbstverständlich wertfrei und beinhaltet nicht die Feststellung, dass dieses Rechtssystem deutscher Prägung "besser" als andere sei. Es ist aber "anders" als andere und muss beherrscht werden, wenn mit Erfolg in Deutschland gearbeitet und unternehmerisch geführt werden soll. -
Zum anderen für rechtswissenschaftliches, vor allem komparatives Arbeiten. Hier wird es sowohl in der juristischen Ausbildung wie auch in der postgradualen rechtswissenschaftlichen Arbeit zunehmend notwendiger oder zumindest sinnvoll werden, "lese- und verstehensfähig" zu werden.
Der Kurs umfasst unterschiedliche Rechtsgebiete:
- Zivilrecht (Bürgerliches Recht, Handelsrecht, Wettbewerbsrecht, Gesellschaftsrecht u.a.)
- Arbeitsrecht (Individuelles Arbeitsrecht, Kollektives Arbeitsrecht, Arbeitsschutzrecht)
- Verwaltungsrecht
- Verfassungsrecht
- Strafrecht
Inklusive einer Exkursion nach Wolfsburg mit Besuch der VW-Autostadt (VW-Volkswagen), Besichtigung der Brauerei Beck& Co.
Europarecht wird bewusst nicht angeboten, weil es ohnehin in aller Regel nicht in deutscher Sprache praktiziert wird.
Insgesamt umfasst der Kurs 100 Veranstaltungsstunden. Die Aufteilung auf die einzelnen Rechtsgebiete
erfolgt nach den Schwerpunktsetzungen der Anmeldungen. Die genannten Gebiete müssen deshalb nicht
vollständig angeboten werden. Insgesamt wird voraussichtlich nur ein Kurs mit allen genannten
Rechtsdisziplinen angeboten, so dass nicht alle individuellen Vorstellungen berücksichtigt
werden können.
Ziel des Kurses ist die vertiefte Einführung in die juristische Fachterminologie. Es handelt sich nicht um ein Fachprogramm, sondern um ein von Juristinnen und Juristen für fachkundige Interessentinnen und Interessenten konzipierte, schwerpunktmäßig begrifflich-sprachliche Einführung. Es soll ein Grundvokabular vermittelt werden, mit dessen Hilfe der juristisch bereits geschulte Teilnehmer die schriftliche und mündliche Verständigung in der deutschen juristischen Fachwelt suchen und finden kann.
Angestrebt wird eine möglichst aktive Beteiligung der Teilnehmer an dem Kurs. Arbeitsgrundlage bilden eigenständige Einführungstexte (Schwerpunkt Terminologie) und leichtere Originaltexte, über die in deutscher Sprache diskutiert werden soll.
Am Ende des Kurses erhalten alle Teilnehmer ein Teilnahmezertifikat.
Die Hochschule Bremen vergibt für diesen Kurs 6 credit points.
Kursleitung: Prof. Dr. h.c. Ronald Mönch
Der Teilnehmerkreis
Der Kurs ist auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten:
- Studierende der Rechtswissenschaften in höheren Semestern, die mit dem Schwerpunkt Rechtsvergleichung (deutsches Recht) einen Teil ihres Examens und/oder ihres späteren Berufsweges vorbereiten wollen
- Doktoranden der Rechtswissenschaften
- Rechtsanwälte, Richter, Staatsanwälte, Verwaltungsbeamte
Teilnahmevoraussetzung sind gute deutsche Sprachkenntnisse. Die
Teilnehmerzahl ist begrenzt. Frühzeitige Anmeldung wird dringend
empfohlen.
Mindestalter 18 Jahre.
Kurstermine
| Juli-Kurs: | 8. Juli – 2. August | EURO 750,- | » Anmeldung |
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| August-Kurs: | 5. August – 30. August | EURO 750,- | » Anmeldung |
Weitere Informationen
Rahmenprogramm/Exkursionen
Programm/Anmeldung
Unterkunft
Anreise
Programmänderungen sind vorbehalten.

